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SMPfau ist das SMV-Portal für Baden-Württemberg!

Du suchst Informationen rund um die SMV? Dann bist du hier genau richtig!

Hier findest du alles von α – Ω. Egal, ob Du ein Projekt planen, die SMV-Satzung überarbeiten oder mit den SMV-Beauftragten in Kontakt kommen möchtest – hier ist alles möglich. 

Doch hier kannst du auch Dinge finden, die Du vielleicht noch nicht kennst, wie Regionale Schülervernetzungen, SMV-Fortbildungen oder SchulNews-online.

SMV – was heißt das eigentlich?

Schüler-Mit-Verantwortung. Das heißt aber nicht, dass nur Schüler die Verantwortung haben, wie Klassensprecher oder Schülersprecherinnen mitmachen dürfen. Mitmachen dürfen alle, die Mitverantwortlich sein wollen. Sei es für Mitschüler, Projekte oder Aktionen.

SMV – seit wann gibt es das?

19. Jahrhundert
Schulsystem in Deutschland mit allgemeiner Schulpflich

Anfang des 19. Jahrhunderts bildete sich in Preußen ein erstes vom Staat organisiertes Schulsystem mit einer allgemein gültigen Schulpflicht. Zuvor oblag die Bildung vor allem kirchlichen oder bürgerlich-privaten Einrichtungen. Eine Mitbestimmung von Schülern war in der streng hierarchischen und obrigkeitshörigen Gesellschaft nicht erwünscht.

1945
Der Anfang

Erster Versuch zur Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Mitgestaltung des Schullebens im Rahmen des Wiederaufbaus. Vorbild waren die Landesschulheime von vor 1933 nach Kurt Hahn (1886-1974)

1952/1953
frühe Zusammenkünfte

Erste Zusammenkunft von Schülervertreterinnen und Schülervertretern aller deutschen Bundesländer in Bad Schwalbach.

Zusammenkunft von Schülervertretern in Nürnberg auf Anregung und Kosten der Amerikaner.

 

1962
Gemeinschaftskunde

Für die politisch desinteressierte Jugend wird das Fach „Gemeinschaftskunde“
eingeführt. Überregionale Institutionen entstehen wie z.B. „Junge Presse“, „Politischer Arbeitskreis Oberschulen“ (PAO) oder „Freundeskreis SMV“. Die Zeitschrift „Wir machen mit“ (erschien erstmals 1953) wird bundesweit bekannt

1966
Wiederstand

APO (Außerparlamentarische Opposition), SDS (Sozialistischer Deutscher
Studentenbund) und radikale Schülergruppen beginnen sich zu formieren. Ein gängiger
Spruch unter Schülern und Studenten war: „Unter den Talaren der Mief von 1000 Jahren.“
Bundestagung des Arbeitskreises SMV. Provozierende Thesen zur SMV von Prof. Carl Ludwig
Furck (1923-2011), er schrieb u.a. „Das pädägogische Problem der Leistung in der Schule“
(1961) und „Das unzeitgemäße Gymnasium“ (1965).

1968
Entwurf von SMV-Richtlinien

Aufgrund der Ergebnisse und Resolutionen der SMV-Tagungen stellt das
Kultusministerium (KM) den ersten Entwurf zu SMV-Richtlinien zur Diskussion.
1968 Im Herbst rufen radikale Schüler zum Schulstreik auf, bemalen Wände der Schulen mit
Kampfparolen, bedrohen Schulleiter und Lehrer und tragen Diskussionen über außenpolitische Ereignisse in die Schulen. Die Schüler fordern ein politisches Mandat. Es herrscht eine permanente Verunsicherung der Gesellschaft.

1970
SMV Richlinien

30.03.1970: Zweiter Entwurf der SMV-Richtlinien des KM fertiggestellt.
Mehrheitsforderungen wurden hierin berücksichtigt. 

25.08.1970: Das KM erlässt die „Vorläufigen Richtlinien zur SMV“ (K.u.U. Sondernummer
4/1970 vom 25.08.1970) 

1976
Verordnung wird erlassen

Verordnung des Kultusministeriums über Einrichtung und Aufgaben der
Schülermitverantwortung (SMV-Verordnung) und Verordnung des KM über Schülerzeitschriften.

1983
Schulgesetz

Inkrafttreten eines neuen Schulgesetzes mit den Paragraphen zur SMV (§§62-70) sowie
zu Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen (§90). In diesem Zusammenhang entstehen
schwierige Tagungen für die SMV-Beauftragten und diskussionsüberladene SMV-Fortbildungsveranstaltungen in den Staatlichen Akademien. Vieldiskutiert wird der in §90
mögliche Schulausschluss.

1993
Lndesschülerbeirat

In Baden-Württemberg wird eine Landesschülervertretung eingeführt. Am 09.05.1994 treffen sich die 24 Mitglieder des Landesschülerbeirats (LSBR) zur konstituierenden Sitzung im Neuen Schloss in Stuttgart.

2014-2016
Timeline Story

Privat- und Gemeinschaftsschüler werden zu Mitgliedern des Landesschülerbeirates.

SMV – seit wann gibt es das?

Anfang des 19. Jahrhunderts bildete sich in Preußen ein erstes vom Staat organisiertes Schulsystem mit einer allgemein gültigen Schulpflicht. Zuvor oblag die Bildung vor allem kirchlichen oder bürgerlich-privaten Einrichtungen. Eine Mitbestimmung von Schülern war in der streng hierarchischen und obrigkeitshörigen Gesellschaft nicht erwünscht.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde noch strikt auf Zucht und Ordnung geachtet:

             „Damit jede Störung des Unterrichts unmöglich gemacht werde, hat der Lehrer […] darauf zu halten:  
             a) daß alle Schüler […] gerade […] und in Reihen hintereinander sitzen […]       
             b) daß jedes Kind seine Hände geschlossen auf die Schultafel legt […]       
             c) daß die Füße parallel nebeneinander auf den Boden gestellt werden […].

Alle breiten Auseinandersetzungen und Reden müssen wegfallen; hier muß ein Wink des Auges […] oder der einzige […] Ausruf: „Klasse – Achtung!“ genügen, um die gesamte Schulordnung herzustellen. […]“([1])

Jedoch wird eine Einbindung der Schülerschaft auch in Deutschland immer populärer. Die neuen Methoden aus dem angelsächsischen Raum finden immer mehr Anklang. An wenigen Privatschulen gab es schon Ansätze, genannt „Selbstregulierung“. Nachdem Deutschland ein demokratischer Staat wurde, hielt schrittweise die Mitbestimmung auch an staatlichen Schulen Einzug. Durch den preußischen Kultusminister wurden 1919 den Schülern per Erlass spärliche Rechte zugestanden. Mit dem Erstarken des Nationalsozialismus und der wiederkehrenden Autokratie wurde gleichzeitig die Mitbestimmung abgeschafft.

Erst nach 1945 gab es erneut zaghafte Versuche der Schülerbeteiligung. Bereits 1952 fand ein erstes bundesweites Treffen von Schülervertretern statt. Als Reaktion darauf folgten erste Erlasse zur Einrichtung von Schülervertretungen, Elternbeiräten und dem Landesschulbeirat. Zehn Jahre nach den bundesweiten Treffen wird erstmals das Fach „Gemeinschaftskunde“ offiziell eingeführt, um der grassierenden „Politikverdrossenheit“ entgegenzuwirken. Dazu wird das Fach sogar in die Landesverfassung aufgenommen. Diese Bestrebungen zeigten ihre Wirkung. 1966 fing die Jugend an für mehr Rechte, Mitbestimmung und Demokratie in der Schule zu demonstrieren. Viel zu lang sei nichts geschehen. Zwei Jahre später wurde erstmals ein Entwurf zu SMV-Richtlinien durch das Kultusministerium zur Diskussion gestellt. Im Herbst kam es dann zu Schülerstreiks. Auch damals ein Mittel der Wahl, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.([2])1970 gab das Ministerium den Forderungen der Schüler nach und erließ die „Vorläufigen Richtlinien zur SMV“. 1976 wird dann ordentlich „die Verordnung des Kultusministeriums über Einrichtung und Aufgaben der Schülermitverantwortung“ erlassen. Eine Landesschülervertretung wird nach wie vor abgelehnt. Auch nach der Schulgesetzesnovelle 1983. Um einem Landesschülerbeirat vorzugreifen, entschließt man sich 1993 die Anzahl der Schüler im Landesschulbeirat zu verdoppeln. Doch letztendlich wurde am 09. Mai 1994 der erste Landesschülerbeirat mit ministerialem Segen konstituiert. Damals startete man mit nur 24 Mitglieder, doch es werden immer wieder Maßnahmen zur Anpassung getroffen. 2014 werden auch Privatschüler, 2016 Gemeinschaftsschüler Mitglieder des Landesschülerbeirates.

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